Die Osteopathie

Der Grundgedanke der Osteopathie ist, dass der Mensch die Möglichkeit zur Selbstheilung in sich trägt. Die Voraussetzung für eine Selbstheilung ist eine gute Beweglichkeit und Dynamik in allen Körperbereichen, wofür die Versorgung und Entsorgung des Gewebes durch Blut und Lymphflüssigkeit wichtig ist. Bei der Behandlung werden die Bewegungseinschränkungen und Blockaden im Gewebe mit den Händen aufgespürt und beseitigt. Diese bessere innere Beweglichkeit wirkt sich auf den Bewegungsapparat an sich, aber auch auf die Organe und Nerven aus. Auf diese Weise bekommt der Körper die Möglichkeit zur Selbstheilung. In der Osteopathie wird neben der Behandlung der Symptome eine Behandlung der Ursache der Beschwerden angestrebt.

Die Therapieform der Osteopathie entwickelte sich durch den amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurde im Laufe der Jahre von anderen Therapeuten weiterentwickelt. In Amerika ist die Osteopathie seit den 1960er Jahren als Heilberuf anerkannt, in England seit 1993. In Belgien und Frankreich gehört sie zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin. In Deutschland ist ein 5-jähriges Studium in einer anerkannten Osteopathie-Schule mit einer abgeschlossenen Heilberufsausbildung nötig. Die Osteopathie darf nur von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden.